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Weniger Bürokratie, mehr Zeit für Patienten: Zwei Umfragen zeigen, wo Zahnarztpraxen entlastet werden können

13. Okt.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Okt.


Zwei aktuelle Befragungen zeichnen ein klares Bild: Zahnarztpraxen verlieren viel Zeit durch Verwaltungsaufgaben, während Digitalisierung und KI gezielt entlasten können – sofern Prozesse, Team und Technik zusammenpassen. Die KZBV und BZÄK fordern deshalb konkrete politische Maßnahmen, und der Praxiskompass 2026 des PKV Instituts liefert Praxisimpulse für den eigenen Weg.


Bürokratie bindet wertvolle Ressourcen

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) haben ihren überarbeiteten Maßnahmenkatalog „Gemeinsam Bürokratie abbauen!“ vorgelegt. Grundlage waren Erfahrungen aus dem Praxisalltag: Zahnärztinnen und Zahnärzte wurden zu besonders zeitintensiven und belastenden Verwaltungsaufgaben befragt.

Ihre zentrale Botschaft: Bürokratie darf Patientenschutz, Behandlungsqualität und den Schutz des Praxisteams nicht gefährden. Überflüssige oder unverhältnismäßige Auflagen sollten jedoch schnell verschwinden. Als Beispiel nennen die Verbände die externe Validierung von Medizinprodukten wie Thermodesinfektoren und Sterilisatoren, obwohl diese ohnehin bei jeder Charge intern geprüft werden.

KZBV-Vorstandsvorsitzender Martin Hendges warnt zudem, dass hohe Bürokratielasten Praxen zur früheren Aufgabe der Versorgung bewegen und Interessierte von Gründung oder Übernahme abschrecken können.


Digitalisierung schafft Entlastung – mit dem richtigen Vorgehen

Wie Digitalisierung und KI den Praxisalltag tatsächlich verändern, zeigt der Praxiskompass 2026 des PKV Instituts. Dafür wurden 1.617 Praxismitarbeitende befragt, darunter Zahnmedizinische Fachangestellte, Praxismanagement und Quereinsteigende; ergänzend kamen Interviews mit Praxisexpertinnen hinzu.

Der Kompass macht deutlich, dass erfolgreiche Digitalisierung mehr ist als die Einführung neuer Software. Entscheidend sind klare Abläufe, gute Kommunikation und die aktive Einbindung des gesamten Teams. Digitale Werkzeuge und KI können dann Routineaufgaben reduzieren, Informationen besser verfügbar machen und Freiräume für Behandlung, Beratung und Teamarbeit schaffen.


Gemeinsame Botschaft

Beide Quellen kommen zu demselben Ergebnis: Zahnarztpraxen brauchen weniger unnötige Verwaltung und mehr Raum für das, was zählt. Politik und Selbstverwaltung sollten überflüssige Auflagen abbauen – Praxen können parallel mit durchdachten digitalen Workflows und KI-Anwendungen ihre Abläufe vereinfachen.


Quellen:


 
 
 

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